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Vita
Rolf Verres, Professor Dr. med, Diplom-Psychologe, ist Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Ordinarius und Ärztlicher Direktor des Institutes für Medizinische Psychologie im Zentrum für Psychosoziale Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg
Studium der Medizin und Psychologie in Münster, Heidelberg und an der Stanford University/Kalifornien als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Promotion 1977 am Lehrstuhl für Arbeits- und Sozialmedizin Heidelberg.
1978-1980 Assistenzarzt an der Abteilung für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Psychosomatischen Universitätsklinik Heidelberg, 1981 Ärztlicher Leiter der Abteilung Psychotherapie am Psychiatrischen Landeskrankenhaus Weinsberg. Seit 1982 wieder an der Abteilung für Psychotherapie und Medizinische Psychologie in Heidelberg, 1986 Oberarzt.
Habilitation im Jahre 1986 mit der Schrift "Subjektive Krankheitstheorie und präventives Verhalten" (erschienen bei Springer mit dem Titel "Krebs und Angst"). Dieses Buch wurde mit dem Hans-Roemer-Preis des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin ausgezeichnet. Weitere Arbeiten zur Emotionsforschung, z.B. Monografie gemeinsam mit Ingrid Sobez über "Ärger, Agression und soziale Kompetenz" (Klett-Cotta 1980, Reihe Konzepte der Humanwissenschaften), und Buchveröffentlichung mit Dietrich Klusmann: "Strahlentherapie im Erleben der Patienten" (Barth/Hüthig 1997).
1987-1991 Professor für Medizinische Psychologie am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf und Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Seit 1991 Ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychotherapie und Medizinische Psychologie am Klinikum der Universität Heidelberg. Weitere Rufe auf den Lehrstuhl für Medizinische Psychologie an der Universität Münster sowie auf den Lehrstuhl für Medizinische Psychologie an der Universität Wien hat er abgelehnt. Der letztere Ruf führte zur Aufwertung der bisherigen C3-Professur an der Universität Heidelberg zu einem C4-Lehrstuhl bei gleichzeitiger Umbenennung der Abteilung Psychotherapie und Medizinische Psychologie in Abteilung für Medizinische Psychologie. Seit Dezember 2004 Umbenennung in Institut für Medizinische Psychologie im Zentrum für Psychosoziale Medizin.
Forschungsschwerpunkte: Subjektive Krankheitstheorien, Psychoonkologie, Gesundheitspsychologie, Analysen gesundheitsfördernder bzw. gesundheitsschädlicher Strukturen in Kliniken, Musiktherapie. Starkes Interesse an einer Integrationästhetischer und künstlerischer Anregungen zur Persönlichkeitsbildungangehender Ärzte in das Medizinstudium. Ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Collegiums für Bewußtseinsstudien (ECBS). Nebenher ist er Pianist und Fotograf.
Tabellarischer Lebenslauf
- geboren 4.5.1948 in Coesfeld/Westfalen als Sohn von Wilhelm und Eleonore Verres
- 3.11.1966 Abitur
- 1967 – 1968 Wehrdienst im Sanitätsbereich
Studiengang:
- WS 1968/69 Münster: Psychologie
- SS 1969 Hamburg: Naturwissenschaft
- Ab WS 1969/70 Münster: Medizin; ab SS 1972 zusätzlich Psychologie
- Ab WS 1972/73 Heidelberg: Medizin; ab SS 1973 zusätzlich Psychologie
- 1973 Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes
- Herbst 1975 bis Sommer 1976 Stanford University/USA: Psychologie (Forschungsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes über „Theorienbildung zur Aggressionskontrolle“ bei Prof. Dr. Albert Bandura)
- WS 1976 – SS 1980 Heidelberg: Psychologie (nebenberuflich)
Prüfungen/Abschlüsse:
- 16.3.1972 Ärztliche Vorprüfung in Münster (gut)
- 5.12.1973 Diplom-Vorprüfung für Psychologen in Heidelberg (sehr gut)
- 1.7.1975 Ärztliche Prüfung in Heidelberg (gut)
- 12.4.1977 Promotion am Lehrstuhl für Arbeits- und Sozialmedizin in Heidelberg (sehr gut). Dissertationsthema: Psychosoziale Faktoren der mangelnden Inanspruchnahme von Krebs-Früherkennungsuntersuchungen.
- 1.3.1978 Approbation als Arzt
- 26.3.1980 Diplom-Hauptprüfung für Psychologen in Heidelberg (sehr gut).
Thema der Diplom-Arbeit: Ärger, Aggression und soziale Kompetenz (mit Ingrid Sobez; als Buch erschienen in der Reihe „Konzepte der Humanwissenschaften“, Klett-Cotta 1980)
- 20.6.1984 Ärztliche Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“, Bezirksärztekammer Nordbaden
- 10.9.1997 Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Bezirksärztekammer Nordbaden
Berufliche Stationen:
- Medizinalassistent: 1.8. - 30.11.1976 Abteilung für Sozialmedizinische Epidemiologie und Arbeitsphysiologie (Direktor: Prof. Dr. M. Blohmke) der Universität Heidelberg
- 1.4. - 31.7.1977 Abteilung für Allgemeine Klinische Medizin
(Direktor: Prof. Dr. P. Christian) der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg
- 1.11.1977 - 28.2.1978 Abteilung für Chirurgie des Krankenhauses Bethanien, Heidelberg
- 1976 - 1977 In Intervallen Akademischer Tutor für Klinische Psychologie am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg (Prof. Bastine)
- 1.3.1978 - 31.12.1980 Assistenzarzt an der Abteilung für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Psychosomatischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Dr. Hermann Lang)
- 1980 zugleich assoziiertes Mitglied der Nachsorgeeinrichtung der Deutschen Krebshilfe an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg
- 1.1. - 31.12.1981 Ärztlicher Leiter der Abteilung Psychotherapie am Psychiatrischen Landeskrankenhaus Weinsberg (Direktor: Prof. Dr. Fritz Reimer)
- 1.5.1982 - 30.9.1987 wieder an der Abteilung für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Psychosomatischen Klinik der Universität Heidelberg mit dem Ziel der Habilitation
- 23.1.1986 Oberarzt
- 5.6.1986 Habilitation für Medizinische Psychologie mit der Schrift „Subjektive Krankheitstheorie und präventives Verhalten“ (erschienen bei Springer mit dem
- Titel „Krebs und Angst“). Dieses Buch wurde 1986 mit dem Hans-Roemer-Preis des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin ausgezeichnet
- 1.7.1986 Privatdozent für Medizinische Psychologie an der Universität Heidelberg
- 1.10.1987 – 31.1.1988 Angestellter in der Tätigkeit eines Universitäts-Professors C 3 für Medizinische Psychologie am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf
- 1.2.1988 Ernennung zum Universitätsprofessor für Medizinische Psychologie (C 3) auf Lebenszeit am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf
- 1989 Ruf auf den Lehrstuhl für Medizinische Psychologie an der Universität Münster (abgelehnt)
- 1988 - 1991 Lehrbeauftragter und Wissenschaftlicher Beirat des Instituts für Musiktherapie der Hochschule für Musik und Theater, Hamburg
- 1990 Kommissarischer Direktor der Abteilung für Medizinische Psychologie am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf
- 1.9.1991 - 14.10.1991 in Hamburg beurlaubt wegen Professurvertretung an der Universität Heidelberg
- 15.10.1991 Universitätsprofessor (C 3) auf Lebenszeit und Ärztlicher Direktor der Abteilung Psychotherapie und Medizinische Psychologie an der Psychosomatischen Universitätsklinik Heidelberg
- 1992 Ruf auf den Lehrstuhl für Medizinische Psychologie der Universität Wien (Nachfolge Prof. Dr. Erwin Ringel; abgelehnt)
- Seit 1.10.1995 Ordinarius (C 4) für Medizinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Heidelberg
- 2004 Seit der Gründung des Zentrums für Psychosoziale Medizin an der Heidelberger Universitätsklinik bilden die Kliniken für Psychiatrie (Prof. Mundt), für Kinder- und Jugendpsychiatrie (Prof. Resch), für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin (Prof. Herzog) sowie das nun neu benannte Institut für Medizinische Psychologie (Prof. Verres) und das Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie (Prof. Cierpka) eine organisatorische Einheit.
- 2005 Erweiterung des Instituts für Medizinische Psychologie durch die Sektion „Medizinische Organisationspsychologie“ (Leiter: Prof. Dr. Jochen Schweitzer)
Forschungsschwerpunkte:
Gesundheitspsychologie, Subjektive Krankheitstheorien, Psychoonkologie, Analysen gesundheitsfördernder bzw. gesundheitsschädlicher Strukturen in Kliniken, Unterscheidung von Beratung und Psychotherapie bei lebensgefährlichen Erkrankungen und z.B. bei unerfülltem Kinderwunsch, Beziehungskulturen in der Medizin, insbesondere im Umfeld von Sterbebegleitung.
Weitere Aktivitäten:
Mehrjährige Vorstandstätigkeit in der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie und im Europäischen Collegium für Bewusstseinsstudien. Gründung des Zentrums für interkulturelle Psychologie in Heidelberg (1999) mit den Schwerpunkten Ethnopsychotherapeutische Feldforschung und Entwicklung kreativer Medien für die Heilkunst.
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